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1. Bildungs- und Erziehungsauftrag

Die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Fachakademie wird bestimmt durch die Prinzipien des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern sowie durch das Bayerische Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen, insbesondere durch den Bildungs- und Erziehungsauftrag, der im Artikel 131 der Verfassung des Freistaates Bayern allen Schulen gegeben ist.

Die Fachakademie ist gemäß Art. 18 BayEUG eine Schule, die durch eine vertiefte berufliche und allgemeine Bildung auf den Eintritt in eine angehobene Berufslaufbahn vorbereitet.


2. Ziel

Der Besuch der Fachakademie soll die Studierenden dazu befähigen, in Tageseinrichtungen für Kinder und Jugendliche, Einrichtungen der Jugendhilfe und Jugendarbeit sowie in anderen sozialpädagogischen Bereichen als Erzieherin/als Erzieher selbständig tätig zu sein.

Dies sind: familienergänzende Einrichtungen wie Kindergärten, Krippen, Kinderhorte, Kinder- und Jugendzentren, ... familienersetzende Einrichtungen wie Kinder- und Jugendheimen, Kinderdorf, Außenwohngruppen, ... sonderpädagogische Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.


3. Leitgedanken

Im BayEUG wird gefordert, die Fachlehrpläne aufeinander abzustimmen. Dies betrifft sowohl die Ziele als auch die Inhalte und Arbeitstechniken. Die Abstimmung der Lehrpläne soll fächerübergreifendes und teamorientiertes Arbeiten im Unterricht unterstützen. Das bedeutet, dass in den Lehrplänen die Ganzheitlichkeit beruflichen Lernens deutlich werden soll, kooperative und schülergesteuerte Formen des Lernens gefördert und methodische und soziale Kompetenzen gezielt aufgebaut und erweitert werden sollen. Innovative Formen des Unterrichtens wie Projektunterricht und fächerübergreifendes Arbeiten unterstützen diese Bildungsziele.


4. Lernfeldorientierte Lehrpläne


Bei der Weiterentwicklung der Erzieherausbildung wurde ein Lehrplanmodell entwickelt, das zum einen den Erfordernissen einer aktuellen Lehrplangestaltung Rechnung trägt, zum anderen flexible Formen der Unterrichtsgestaltung unterstützt und inhaltliche Fortentwicklungen ermöglicht. In dem lernfeldorientierten Modell des Lehrplans werden weiterhin Unterrichtsfächer ausgewiesen. Dies unterstützt die fachsystematisch und strukturierte Herangehensweise an Wissensgebiete und sichert eine Basis für weiterführende Bildungsgänge.“

Innerhalb der 2-jährigen schulischen Ausbildung muss der Studierende Pflichtmodule absolvieren. Diese Module dienen der Schwerpunktsetzung und können das Profil der jeweiligen Ausbildungsstätte deutlich machen.


5. Lernfelder

Lernfeld 1 = Berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiterentwickeln

Lernfeld 2 = Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten

Lernfeld 3 = Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern

Lernfeld 4 = Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten

Lernfeld 5 = Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge unterstützen

Lernfeld 6 = Institution und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren


6. Ausbildungsdauer

Die Gesamtausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher gliedert sich in eine vertiefte berufliche Vorbildung (z. B. über das zweijährige Sozialpädagogische Seminar) und eine dreijährige Ausbildung.

Die Ausbildung gliedert sich in:

2 Jahre Sozialpädagogisches Seminar (SPS I und SPS II)

2 Jahre theoretische Ausbildung und

1 Jahr Berufspraktikum (Anerkennungsjahr)

Bei erfolgreichem Ausbildungsabschluss wird die Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte Erzieherin“ bzw. „Staatlich anerkannter Erzieher“ verliehen.“


7. Sozialpädagogisches Seminar (SPS) - Erzieherpraktikum

Während des zweijährigen Praktikums in einer sozialpädagogischen Einrichtung finden an der Fachakademie Seminarveranstaltungen statt. Im ersten SPS-Jahr umfassen die Seminarveranstaltungen 8 Wochenstunden (= 320 Jahresstunden), im zweiten SPS-Jahr 10 Wochenstunden (= 400 Jahresstunden). Die Teilnahme hierzu ist Pflicht. Das zweijährige Sozialpädagogische Seminar endet für die Erzieherpraktikanten/innen mit der Abschlussprüfung zur/zum staatlich geprüften Kinderpflegerin/Kinderpfleger und ist zugleich Voraussetzung zur weiteren Ausbildung zur/zum staatlich anerkannten Erzieherin/Erzieher.

Das zweijährige Sozialpädagogische Seminar muss in zwei verschiedenen Tätigkeitsfeldern absolviert werden. Der Stellenwechsel wird mit der Fachakademie abgesprochen. Damit die Ausbildungsziele des Sozialpädagogischen Seminars erreicht werden können, müssen die sozialpädagogischen Einrichtungen gemeinsam mit den Fachakademien die fachlichen Lernprozesse initiieren und begleiten. Eine intensive Zusammenarbeit ist daher unumgänglich.


Weiterführende Informationen unter:

SPS (Sozialpädagogisches Seminar)

Lehrinhalte der Ausbildung

Handreichung für das Berufspraktikum

Schulordnung

Neue Schulordnung (gültig ab 01.08.2017)

Übersicht über die aktuellen Ausbildungswege pädagogischer Fachkräfte (inkl. Vergütung)

Lehrplan für die Berufsfachschule für Kinderpflege

Artikel "Bildungsexperten, keine Spieltanten" der Augsburger Allgemeinen Zeitung vom 27.02.2013

Bayern 2-Podcast „Für das Kind nur das Beste“ vom 03.11.2013 aus der Reihe "Kirche und Welt"
 


Schulgeld derzeit ausgesetzt!

Stand: März 2013


►        Aufnahmegebühr / Gesprächsgebühr: 35,00 Euro

 
►        1. SPS-Jahr (Sozialpädagogisches Seminar): 130,00 Euro

 
►        2. SPS-Jahr (Sozialpädagogisches Seminar): 150,00 Euro

 
►        Schulgeld pro Ausbildungsjahr: 330,00 Euro

            2 Jahre theoretische Ausbildung
            im Oktober und Februar jeweils Einzug von 165,00 Euro


►        Berufspraktikum (Anerkennungsjahr): 330,00 Euro

            im Oktober und Februar jeweils Einzug von 165,00 Euro
 

►        Ergänzungsprüfungsgebühr: 30,00 Euro

            nur für Fachabiturbewerber/innen

 
►        Skriptengeld (pro Ausbildungsjahr):

            Sozialpädagogisches Seminar: 20,00 Euro
            Theorieausbildung: 20,00 Euro
            Berufspraktikum: 10,00 Euro

 
Kosten für die Kommunikationswoche sowie etwaige Bildungsfahrten tragen die Studierenden. 

BAföG oder „Meister-BAföG“ kann bei den zuständigen Ämtern schriftlich auf den dort erhältlichen Formblättern beantragt werden. Weitere Informationen finden Sie hier:

Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)